Tipps #8

Und wieder einmal pünktlich zum Wochenende kommen unsere Ideen für eine ökologischere Lebensweise:

Direkt neben unserer Küche 😉

Pflanzen der Woche:

1. Weinblätter

Jetzt gibt es die besten (sprich: frische und satt grüne) Blätter des echten Weins zu ernten.

2. Kohlrabi

Die ersten werden gerade reif, wir konnten schon ein paar ernten… .

Rezepte der Woche:

1. Gefüllte Weinblätter (3 Personen)

Ca. 15-18 etwas größere Weinblätter waschen und trocknen lassen. 175g Risottoreis in ca. 400ml Salzwasser 13min kochen, bei Bedarf noch Wasser nachgießen. Dann 100g Feta sowie eine halbe Zucchini und eine Paprika sehr klein schneiden und mit einer griechischen Gewürzmischung und 70ml Olivenöl zum Reis geben – nicht mehr kochen, nur vermischen. In die Weinblätter jeweils einen großen Esslöffel der Füllung geben, sie einwickeln und in einer Auflaufform eng aneinander legen. Die restliche Zucchini in Streifen schneiden und über die Weinblätter legen. Ca. 70ml Wasser sowie etwas Pfeffer zugeben. Abschließend einen großen Schuss Olivenöl (so haben wir es in Griechenland gelernt B-) ) darüber verteilen und bei 170° etwa 20-25min im Backofen schmoren lassen.

Hinweise:

  • Unsere griechische Gewürzmischung besteht hauptsächlich aus Oregano, Thymian und etwas Pfefferminze (letztere ist aber Geschmackssache…).
  • Das Gericht kann auch vegan (ohne Feta) zubereitet werden, es empfiehlt sich dann die Zugabe von sehr klein geschnittenem Tofu sowie etwas mehr Gewürzen.

2. Kohlrabi (fast) ganz verwerten

Blätter und auch die feineren Stängel waschen und sehr fein schneiden, dann mit etwa Öl und Wasser in einer Pfanne ein paar Minuten köcheln lassen. Daraus kann nun z.B. ein Kohlrabi-Blätter-Omelette gemacht werden… .
Falls es nicht genug Blätter sind, kann man Mangold oder rote Beete-Blätter ergänzen.

Pflegeprodukt der Woche „Pfefferminz – Zahnpasta“:

– mische einen Teelöffel Xylit (Birkenzucker) mit ½ TL Natron und 5 TL feine Heilerde

– 10 Tropfen Kamillentinktur und/oder Myrrhentinktur, 2 Tropfen Minzöl, 5 TL Pflanzenauszug (wir haben sehr starken Salbeitee verwendet) zugeben und cremig rühren

Links der Woche:

https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-06/klimapolitik-grosse-koalition-umweltschutz-versprechen

und etwas grundlegender und systembezogener ein älterer Artikel:

https://www.zeit.de/kultur/2020-04/neoliberalismus-krisen-kapitalismus-coronavirus-politik

Kleiner Tipp der Woche: Wurzelgemüse wie Kohlrabi kann bei Verzehr vor der eigentlichen Mahlzeit blähend wirken, also besser zu bzw. nach dem Essen servieren.. .

Tipps #7

Und weiter geht es mit den Tipps der Woche:

Spitzwegerich

Pflanzen der Woche:

1. Erdbeeren

2. Holunder

Man kann auch die Blüten trocknen und später für einen leicht süßlichen Tee verwenden. Wichtig: nach dem Ernten nicht waschen, aber ausschütteln (damit die kleinen Tierchen raus fallen).

3. Spitzwegerich–Knospen

.. und eine seiner Knospe

Am besten vor der eigentlichen Blüte die Knospen (siehe Bilder) ernten und z.B. mit etwas Öl rösten.
Die Blätter selbst verwenden wir ja getrocknet für Tees und frisch für ein Pesto (siehe ältere Tipps). Aber auch dort können jeweils ein paar Knospen zugegeben werden… .

Rezepte der Woche:

1. Erdbeer – Blätterteig – Gebäck (ohne Zucker):

500g Erdbeeren waschen und halbieren. Von 1 Packung Blätterteig (mit Butter, nicht den einfachen mit Palmöl nehmen!) die blechgroßen Stücke vierteln und die Ecken nach innen klappen. 250g Magerquark mit 3 EL Xylit (oder flüssigem Honig) und 3 EL Joghurt verrühren, dann in die Mitten der Blätterteigstücken verteilen und das Ganze backen. Nachdem es halbwegs abgekühlt ist, einfach die Erdbeeren auf den Quark verteilen und direkt servieren.

2. Salat mit Spitzwegerichknospen

Einen Kopfsalat mit etwas Löwenzahn und wenn gewünscht auch Vogelmiere auf Tellern anrichten. Dann 5 EL Joghurt mit 2 EL Öl, 1 EL süßem Paprikapulver und klein geschnittenem Oregano, Thymian und Rosmarin sowie Salz und Pfeffer verrühren und über den Tellern verteilen. Obendrauf dann die Spitzwegerichknospen geben (wenn man sie vorher röstet, schmecken sie etwas nach Pilzen, ansonsten nussig).

Pflegeprodukt der Woche: Selbstgemachter Deoroller

100ml Wasser mit 1-2 Teelöffel Speisestärke aufkochen bis die Flüssigkeit leicht andickt und klar wird. 2 Teelöffel Natron unterrühren, wenn die Flüssigkeit lauwarm ist. Nun noch 5 Tropfen ätherisches Öl deines Lieblingsduftes zugeben und abfüllen. Schütteln – fertig!

Links der Woche:

https://www.mdr.de/wissen/wasserstoff-strategie-einsatz-energiewende-100.html

Kleiner Tipp der Woche: Palmöl ist nicht nur aus Sicht von Klimaschützern eines der miserabelsten Produkte, weil dadurch z.B. in Indonesien riesige Flächen Regenwald zerstört werden (und dass obwohl wir hier genug heimisches Öl produzieren können), sondern auch zur Ernährung am bedenklichsten, weil es zu viele Transfette enthält. So wurde bereits vor fast 10 Jahren in Italien umgedacht – die meisten Gebäck- und Knabberprodukte sind dort ohne Palmöl.

Tipps #6

Endlich geht es wieder weiter mit den Tipps der Woche:

Pflanzen der Woche:

1. Löwenzahn (gerade jetzt nach dem Regen an Waldrändern mit saftigen, großen und vor allem weichen Blättern)
→ man kann die Blätter für Salate (sehr passend zu Vogelmiere), Pesto und Suppen verwenden

2. Erdbeeren und Holunder

wird beides nun reif…

Rezepte der Woche:

1. Wildkräuter-Broccoli-Schaumsuppe (vegan):Eine Schüssel mit verschiedenen Wildkräutern (Löwenzahn, Giersch, Knoblauchsrauke, Brennnesselspitzen) waschen. Einen halben Broccoli mit Strunk grob schneiden und mit etwas Öl in einem Topf schwenken. Dann die Wildkräuter, etwa 1-1,5 Liter Wasser sowie Salz und Pfeffer hinzufügen. Anschließend ca. 15min kochen, dann etwa 70ml Sojasahne hinzufügen und pürieren (Achtung: es schäumt ordentlich 😉 ).

2. Löwenzahn-Pesto:

Eine Schüssel mit viel Löwenzahn sowie etwas Knoblauchsrauke, Giersch und Spitzwegerich → alles waschen,aber nur leicht das Wasser abschütteln, nicht trocknen!

Dann im Häcksler mit je 2-3 EL Grana Padano und ca. 70g gerösteten Walnüssen sowie viel Rapsöl, etwas Salz und Pfeffer zerkleinern, zwischendurch umrühren.

Diese(s) Pesto ist mehrere Tage haltbar und schmeckt hervorragend mit Möhren- oder Gurkenstreifen, lässt sich aber auch direkt mit Nudeln servieren… .

3. Erdbeer-Holunder-Quark

300g Erdbeeren sehr klein schneiden, dann 3-4 EL Holundersirup darüber geben und eine halbe Stunde ziehen lassen. Anschließend mit 250g Quark und 100g Joghurt verrühren. Fertig!

Pflegeprodukt der Woche: Mücken-Zecken-Creme

30g Kokusfett und 20g Sheabutter im Wasserbad sachte erwärmen bis beides geschmolzen ist. 6 Tropfen ätherisches Citronellaöl und 4 Tropfen ätherisches Lavendelöl untermischen und in einen Salbentiegel füllen. Fest werden lassen und fertig. Bitte wähle einen dichten Salbentiegel, da die Salbe bei Wärme wieder schmilzt und als Öl aufgetragen werden kann. Auf Handgelenk, Hals und Fussgelenke auftragen und los geht in die Natur. Auch zum Pflegen von Insekten oder Zeckenbissen geeignet, da die Salbe Entzündungen vorbeugt, das Jucken mildert und abschwellend wirkt.

Kleiner Tipp der Woche:

Holundermilch kann gut eingefroren und später für diverse Süßspeisen verwendet werden, z.B. für Holundereis… .

Rezept überarbeitet

Die Brennnessel-Puffer wurden verbessert. Ihr findet das neue Rezept in den Tipps #3.

PS: Huhu ihr RTKU-ler, stöbert gerne hier auf der Seite – eure Website geht bald wieder online und startet dann sicherlich richtig durch 😉 .

Unsere Seite geht online

In dieser Woche gibt es zunächst nur einen Mini-Tipp, dafür startet diese Website. Falls ihr Ideen für Ergänzungen habt, schickt sie uns bitte per e-Mail.

Mini-Tipp der Woche: Die Produktion von Kleidung verursacht weltweit mehr CO2 als der weltweite Flug- und Schiffsverkehr zusammen! Also sollte man neue Kleidung nur kaufen, wenn es unbedingt notwendig ist. Oft reichen Kleidertausch-Börsen (werde bei der nächsten von FFF in Jena hier einen Hinweis senden) oder SecondHand-Läden.

Passend dazu der Link der Woche:
https://www.youtube.com/watch?v=jU1DqDd4jxw

Tipps #5

Ein bisschen später dieses Mal, aber dafür in kleineren Häppchen 🙃

Pflanzen der Woche: Vogelmiere und Spargel

Die Vogelmiere kommt vor allem an Wegen und Ufern vor, schmeckt im Salat (etwas nach Mais), kann aber auch in der Pfanne oder als Tee verwendet werden. Erkennungsmerkmale und Infos unter https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Vogelmiere

Man sollte nicht zu viel auf einmal davon zu sich nehmen.

Rezepte der Woche:
1. Salat mit Vogelmiere

In diesem Fall mit Blattsalat, Löwenzahn und Balsamico-Dressing.

2. Spargel Risotto mit Brennnessel:

500g grünen Spargel ( unteres Ende abbrechen, nicht schälen) in ca zwei Zentimeter lange Stücke schneiden, dann mit etwas klein geschnittenem Knoblauch und 300g Risotto Reis in reichlich Olivenöl anschwitzen. 200ml Weißwein und einen halben Liter Wasser angießen. Dann ein paar Kräuter (z.b. Oregano, Thymian, Rosmarin) und 1,5 TL Salz zugeben und ca. 15 min kochen. Von Zeit zu Zeit etwas Wein oder Wasser nach gießen. Dann zwei Hände voll gewaschener und klein geschnittener Brennnessel dazu geben und weitere 3-5 Minuten kochen. Zum Schluss 100ml Sahne, 75 g geriebenen Grana padano und eventuell zwei gewürfelte Tomaten unter rühren und rasch servieren.

Wie immer: buon appetito!!!

Und hier die Ergänzungen:

3. Rezept: Spargel Wildkräuter Suppe

250g weißen Spargel schälen und klein schneiden und in etwas Öl erhitzen, dann ca 1 Liter Wasser angießen, etwas Thymian und Oregano sowie Salz und Pfeffer hinzugeben und 10 min kochen. Eine Hand voll Brennnessel Spitzen sowie etwas Knoblauchsrauke waschen und hinzufügen, weitere 5 min kochen. Abschließend 100g Frischkäse in den Topf geben und alles pürieren. Fertig!

Hausmittel der Woche: Allzweckreiniger

in 2 Minuten selbst gemacht.10g Zitronensäure in 500ml Wasser auflösen und 5 Tropfen ätherischen Duft deiner Wahl zugeben. In eine Sprühflasche füllen. Fertig! Verwendung im Bad für Waschbecken, Toilette, Spiegel und Böden. Löst Kalk im Handumdrehen. Auch zum Wischen von Oberflächen in der Küche oder dem Herd. Funktioniert prima und duftet so wie man es mag🌻

Web Artikel der Woche:

https://taz.de/Subventionen-fuer-die-Automobilindustrie/!5683542/

Tipps #4

Pünktlich zum Wochenende gibt es wieder die nächsten Tipps, dieses Mal mit ein paar mehr Bildern und Hinweisen zu Wildkräutern:

Pflanzen der Woche:

1. Gundermann (Erkennung: siehe Bild, lila blühend, 10–40cm hoch, riecht sehr würzig, steht vor allem auf Waldwiesen) → man kann die Blätter für Wildspinat, Salate, Kräuterquark, etc. verwenden oder auch als Tee …

Gundermann in der Bildmitte


2. Spitzwegerich
(auf nahezu allen Wiesen zu finden) → kann wie Gundermann in verschiedenen Gerichten sowie als Tee verwendet werden.

Spitzwegerich im Vordergrund, und auch an einigen Stellen im Hintergrund 😉

3. Rhabarber

→ Das Frühjahr ist natürlich Rhabarberzeit. Er kann auch sehr vielfältig eingesetzt werden, als Süßspeise (z.B. Rezept 4), im Kuchen (z.B. wie unten im Link → sehr einfaches Rezept!) oder auch als Gemüsebeilage zu herzhaften Gerichten…

Rezepte der Woche:

1. Wildkräuter-Omelette (Bild): Mischung aus Wildkräutern (Gundermann, Löwenzahn, Spitzwegerich, Giersch und Knoblauchsrauke) waschen und grob schneiden. Dann mit etwas Öl und Wasser ein paar Minuten leicht andünsten. Salz, Pfeffer und verrührte Eier hinzufügen und ein paar Minuten auf jeder Seite braten.

2. Wildkräuter-Gnocchi mit Salbeibutter (für 3-4 Personen)

Ungefähr 700-800g Kartoffeln schälen und ohne Salz kochen, dann pressen. Jeweils eine Handvoll Giersch, Brennessel und Knoblauchsrauke (nach Wunsch auch ein wenig Gundermann) mit 2 Eiern sowie viel Salz und wenig Pfeffer in einem Häcksler (alternativ mit dem Pürierstab) zerkleinern. Die Masse in die Mitte der Kartoffeln geben und ca. 150g Mehl sowie etwas Kartoffelmehl geben und zu einem glatten Teig kneten. Den Salzgehalt testen. Aus diesem Teig dann mehrere dünne Rollen formen, welche anshcließend in kleine Gnocchi geschnitten werden. In Portionen solange im leicht kochenden Salzwasser ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche kommen. Sie können z.B. kurz in Olivenöl in einer Pfanne geschwenkt werden und dann mit Parmesan bestreut werden. Ideal dazu passen z.B. gebratene Zucchini-Streifen oder langsam gebratener Broccoli. Buon appetito!

3.Frühlings-Kräuter-Tee:

bestehend aus z.B. getrockneten Blättern von: Gundermann, Spitzwegerich, Brennnessel und Birke

4. Rhabarber-Zitronen-Mus:

500g Rhabarber schälen und recht klein schneiden, dann mit ca. 100g Gelierzucker (2:1) und einem Schuss Wasser fünf Minuten kochen lassen. Wenn das Ganze schon ein paar Minuten abgekühlt ist, zwei TL Honig sowie die abgeriebene Schale einer halben Zitrone hinzufügen.

Pflegeprodukt der Woche:

Selbstgemachte *Spitzwegerich-Salbe* gegen Mückenstiche, Prellungen, blaue Flecken

Zutaten:

eine Handvoll Spitzwegerichblätter 100 ml Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

5 g Bienenwachs (vom lokalen Bio-Imker oder online)

10 g Lanolin (optional) um es streichfähiger zu machen. Bei weglassen mehr Bienenwachs verwenden.

Herstellung:

Spitzwegerichöl (als Warmmazerat siehe Löwenzahnöl), Bienenwachs und Lanolin in ein Glas geben und im Wasserbad langsam so weit erwärmen, bis alle Zutaten geschmolzen sind. Einige Tropfen auf einen kalten Teller geben und erkalten lassen. So kannst du die Konsistenz der Salbe prüfen. Sollte sie zu weich sein, dann gib mehr Wachs in die Mischung. Falls sie zu hart ist, füge etwas mehr Öl hinzu und teste erneut. In die Tiegel abfüllen. Während des Erkaltens optional ätherische Öle (z.B. Teebaumöl, Lavendel oder Zitrusfrüchte) hinzugeben.

App der Woche: flora incognita – App der Universität Ilmenau zur Bestimmung von Pflanzen. Einfach installieren (kann man ohne ein Konto anzulegen), dann ein Foto der Pflanze machen (geht auch ohne Standort) und schon bekommt man die Infos zur Pflanze. Hat beim Gundermann heute sehr gut funktioniert.

Link der Woche: http://www.wildkrautgarten.de/2013/06/01/pflanze-des-monats-gundermann-die-wuerze-von-der-wiese/

Kleiner Tipp der Woche: Gundermann und Spitzwegerich sind sehr gut für die Verdauung und viele weitere Körperfunktionen. Brennnessel und Birkenblätter wirken entgiftend und harntreibend, man sollte daher am Abend nicht mehr viel davon zu sich nehmen, sonst könnte es eine recht unruhige Nacht werden.

Und zum Schluss noch 2 Hinweise zur Knoblauchsrauke, da wir dazu mehrere Rückfragen erhielten: Man findet diese vor allem in schattigeren Lagen, die Blätter sehen von der groben Form so aus wie die der Brennnessel, sind aber abgerundet, weicher und ohne Nesseln 😉 → siehe Bild vom letzten Montag! Markantestes Erkennungsmerkmal: Wenn man ein Blatt zerreißt, riecht es nach Bärlauch/Knoblauch/Schnittlauch.

Tipps #3

Pünktlich zum Wochenende gibt es wieder eine neue Informationspackung in Sachen grüne Lebensweise. Vorher nochmal der Hinweis, dass ihr gerne Tipps beitragen könnt, indem ihr uns einfach direkt anschreibt… .

Pflanze der Woche: Junge Brennesselspitzen(Bild+Erkennungsmerkmale sind wohl diesmal nicht notwendig, oder?)
→ diese sind nicht nur mega-gesund sondern können auch für alles mögliche verwendet werden – nur muss man halt beim Pflücken und Waschen sehr vorsichtig sein 😉

Rezepte der Woche:

1. Brennnessel-Möhren-Puffer (für 3 Personen):
Eine Schüssel Brennnessel-Spitzen (mit dünnen Stengeln) waschen und ziemlich klein schneiden. Mit ganz wenig Wasser in einem geschlossenen Topf einmal aufkochen und dann ziehen lassen.

2 Möhren grob raspeln und dann mit 4 Eiern, ca. 120g Semmelbröseln, 2 EL Sesam, eventuell etwas Frühlingszwiebeln sowie Salz, Pfeffer und einer beliebigen Gewürzmischung (z.B. Sonnenkuss) in einer Schüssel verrühren.

Anschließend die Brennnesseln unterrühren und portionsweise bei mittlerer Hitze in einer Pfanne mit reichlich Öl (pro Seite ca. 5min) braten. Kann gut mit einem Knoblauchsrauken-Quark serviert werden!

Bemerkungen:
– statt der Möhren kann man auch Süßkartoffeln oder Kürbis (oder im Sommer dann Zucchini) verwenden
– man kann die Puffer mit ziemlich viel Brennnessel machen, dann kommt der Geschmack auch voll zur Geltung
– die Brennnessel muss vorher nicht gekocht werden, dann empfehlen wir das Zerhäckseln zusammen mit dem Ei…

2. Nudel-Kräuter-Pfanne (vegan)

Eine Schüssel Giersch, eine halbe mit Knoblauchsrauke sowie etwas Brennnessel waschen und grob zerschneiden. Dann mit etwas Öl und einem Schuss Wasser kurz in einer Pfanne aufkochen, so dass die Kräuter in sich zusammen fallen. Anschließend 70ml Sojasahne angießen, Salz + Pfeffer drüber und nochmal ein paar Minuten köcheln lassen. Zum Schluss mit den fertig gekochten Nudeln sowie wenn gewünscht klein geschnittenen (frischen) Tomaten verrühren… .

Produkt der Woche:

Umweltbewusster WC Reiniger: 2EL Zitronensäure, 2 EL Speisestärke, 10ml Bio Flüssigseife oder Bio Spülmittel , 600ml Wasser. 100ml Wasser abkochen und abkühlen lassen ca. 40 Grad. Dann die Zitronensäure einrühren bis sie gelöst ist . Nun 10ml Spülmittel zufügen . Nun 500ml Wasser mit Stärke verrühren .

Am Ende beide Gemische verrühren. Optional fünf bis zehn Tropfen ätherisches Öl z.b. Teebaum, Lavendel, Orange , Zitrone…sie duften toll und wirken zusätzlich gegen Keime.

Links der Woche:

https://www.smarticular.net/die-brennnessel-das-reichhaltige-wunderkraut-fuer-kueche-und-gesundheit/

🙃🙃🙃

https://taz.de/Maja-Goepel-im-Interview/!169655/

Tipp der Woche: Brennnessel-Sud dient nicht nur der Abwehr von Blattläusen sondern ist auch ein hervorragender Dünger für alle Pflanzen.

Tipps #2

Und weil es derzeit so viele tolle Sachen in der Natur zu sammeln gibt, schieben wir hiermit gleich eine kleine Rezeptsammlung nach. Viel Spaß beim Nachmachen!

Pflanze des Tages: Knoblauchsrauke (weiß blühend mit runden, geschwungenen Blättern)

Rezepte des Tages:
1) Wildkräuter-Pesto

Einen Beutel (grob 2 Liter) mit Knoblauchsrauke, Brennnessel, Löwenzahn, Giersch und etwas Spitzwegerich → alles waschen (ohne sich zu „brenneln“),aber nur leicht das Wasser abschütteln, nicht trocknen!

Dann im Häcksler mit je 2-3 EL Grana Padano und gerösteten Sonnenblumenkernen sowie viel Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer zerkleinern, zwischendurch umrühren.

Diese(s) Pesto ist mehrere Tage haltbar und schmeckt hervorragend mit Möhren- oder Gurkenstreifen, lässt sich aber auch direkt mit Nudeln servieren… .

2) Wildkräuter-Suppe:

Die oben genannten Wildkräuter waschen und klein schneiden. Anschließend in einer Hühnerbrühe klein geschnittene Kartoffeln 12min kochen, dann die Wildkräuter dazu geben und weitere 2-3min garen. Zum Schluss (wenn gewünscht) das Hühnerfleisch dazu geben… .

Die Knoblauchsrauke gibt noch mehr Geschmack, wenn man sie nicht mitkocht, sondern erst dazugibt wenn die Suppe schon ein wenig abgekühlt ist.

3) Radieschen-Salat

Einen Bund Radieschen nach dem Waschen auf einem Gemüsehobel in feine Scheiben reiben, dann mit 2 EL Quark, Salz, Pfeffer und Kräutern (besonders geeignet: Petersilie, Knoblauchsrauke und ein wenig Schnittlauch) vermengen und sofort servieren (wenn man diesen Salat ein paar Minuten stehen lässt, wird er ziemlich schnell wässrig).

Herzlich willkommen in der Öko-Gruppe!

Tipps #1

Hier erhältst du wie angekündigt regelmäßig Infos in verschiedenen Kategorien – falls du selber Vorschläge hast, schreibe uns bitte direkt an!

Und schon geht es los:

Pflanze der Woche: Giersch
(Bild+Erkennungsmerkmale: s.u., sollte möglichst jung geerntet werden)
→ Verarbeitung in Salaten und diversen Gerichten möglich (Beispiele: Kartoffel-Giersch-Auflauf, vegane Giersch-Pasta-Pfanne, 7-Kräutersuppe, Giersch-Gnocchi → Rezepte auf Anfrage)

weitere aktuelle Wildpflanzen: Brennessel z.B. in verschiedenen Suppen, Vogelmiere in Salaten, Gundermann (überall) und junge Ahornblüten als Gewürz

Rezept der Woche: „Kartoffel-Giersch-Auflauf“ (für 4 Personen)
Ein großes Bündel Giersch (ohne grobe Stengel) waschen und klein schneiden. Wahlweise mit 400g jungem, gehackten Spinat oder Mangold sowie 4 Eiern, 200g Quark (40%), 70g Grana Padano und einer beliebigen Kräutermischung (+Salz und Pfeffer) in einer großen Auflaufform vermischen, dann ca. 750g klein geschnittene und etwas vorgegarte Kartoffeln dazu geben, abschließend mit einem in Scheiben geschnittenen Mozzarella belegen und ca. 30min bei 180° im Backofen schmoren.

Pflegeprodukt der Woche: Löwenzahn-Salbe (als Handcreme, bei rissiger Haut, Gelenkschmerzen Muskelkater… )

  1. Löwenzahnblüten sammeln und einen Tag oder länger trocknen lassen (entzieht das Wasser und macht die Salbe länger haltbar)
  2. getrocknete Blüten in ein Glas füllen, mit einem hellen Öl (deiner Wahl, wir verwenden Sonnenblumen- oder Olivenöl) auffüllen bis alle Blüten bedeckt sind.
  3. Das Glas mit Blüten und Öl in einen Topf mit Wasser stellen und das Wasserbad erhitzen Öl, nicht kochen und dann 8 Stunden ziehen lassen. Fertig ist das Basisöl für die Salbe, Massagen oder Salate.
  4. 100ml Öl in ein Glas füllen und dieses wieder im Wasserbad erwärmen und darin 6-7 g Bienenwachs und 18-21g Lanolin (Wollfett macht die Salbe cremiger) schmelzen. Es funktioniert auch ohne Lanolin, dann verwende 10-12g Bienenwachs. Wer mag, fügt noch 6-8 Tropfen ätherisches Öl seiner Wahl hinzu (z.B. Lavendelöl).
  5. Nun alles in kleine Tiegelchen abfüllen (leere Cremedosen aufheben) und abkühlen lassen bis es fest ist. Sollte es nicht fest werden einfach noch mal im Wasserbad erhitzen und noch Bienenwachs zugeben und schmelzen.

Link der Woche: https://de.wikipedia.org/wiki/Giersch

Tipp der Woche: Wildkräuter genau wie Salate immer in einer großen Schüssel, welche halbvoll mit Wasser ist, waschen – anschließend kann dieses Wasser zum Gießen von Pflanzen im Haus verwendet werden… .